#longwaytoattersee

Ausflüge sind in der Jugendarbeit häufig ein Aushängeschild: viel präsentiert, besonders nach außen verkauft und auch oft von Auftraggeber*innen und Jugendlichen gleichermaßen gefordert. Auch wir Jugendstreetworker*innen fahren gerne mit unsere Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf Ausflüge, weil sie unsere Arbeit sinnvoll ergänzen! Leider gilt es oft so einige Hürden und Schwellen zu überwinden, bis der Bus voller Jugendlicher endlich aufbrechen kann – es ist ein langer Weg bis an den Attersee!

#diechanceamschopfpacken

Im just sind wir dafür bekannt, zeitnah, flexibel und spontan zu sein. Die Arbeit mit unseren Klient*innen erfordert einfach ein hohes Maß an Flexibilität. Wenn eine junge Frau/ ein junger Mann da ist und Unterstützungsbedarf formuliert, dann heißt es für uns Streetworker*innen zugreifen – die Chance am Schopf packen!

#nägelmitköpfenmachen

Oft sind die Zeitfenster kurz, wo gemeinsames Erarbeiten von nächsten Schritten oder auch das sprichwörtliche „Nägel mit Köpfen machen“, also gleich losziehen und etwas angehen, möglich ist. Oft ist das Konzentrieren auf einen bestimmten Aspekt schwierig für junge Menschen oder es ist ihnen (noch) nicht möglich, Konsequenzen ihrer Handlungen (oder des Nicht-Handelns) adäquat einzuschätzen. Häufig sind just-Besucher*innen schlichtweg überfordert mit der Vielzahl an „Baustellen“ in ihrem Leben, wissen nicht, wo sie anfangen sollen, können die Informationen gar nicht alle verarbeiten.

#kopfindensandstecken

Letztlich passiert es dann, dass junge Menschen „den Kopf in den Sand stecken“ oder einfach ihrem Lustprinzip folgen – also einfach dort nicht mehr hinschauen, wo‘s unangenehm wird und das tun, was lustvoll ist. Das verselbstständigt sich manchmal so weit, dass Jugendliche und junge Erwachsene in den Tag hineinleben, einen großen Bogen um Strukturen machen und ganz nach Lust und Laune tun und lassen (manchmal auch konsumieren), was sie wollen.

#lustundlaune

Das Lustprinzip lässt sich vor allem dann wunderbar für unsere Arbeit nutzen, wenn wir die motivierte Stimmung aufnehmen und spontan in eine Freizeitaktivität umsetzen können. Wir wissen, dass gemeinsame Aktivitäten, die uns gemeinsam etwas erleben lassen, dazu führen, dass wir einander besser kennenlernen und einander vertrauen können. Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten stärken die Beziehung ungemein und Beziehung ist die Basis dafür, dass Hilfsangebote und Unterstützung überhaupt erst angenommen werden können.

#horizonterweitern

Besonders vertrauensbildend und motivierend erleben wir Ausflüge, die mindestens einen ganzen Tag dauern, idealerweise sogar ein Wochenende oder länger. Sie können junge Menschen aus ihrem oft problembelasteten Alltag entführen und neue Perspektiven eröffnen, indem sie neue Orte/ Menschen/ Situationen erschließen und für junge Menchen zugänglich machen. Jugendliche und junge Erwachsene verlassen so ihren täglichen Trott und erweitern ihren Horizont. Das gemeinsam Erlebte kann – begleitet und transferiert in den Alltag – damit auch Handlungsspielräume erweitern.

#imhierundjetzt

Der Tag ist heiß, wir haben 32Grad auf der Terrasse, alle sehnen sich nach ein bisschen Abkühlung – die Idee: Fahren wir doch an den Attersee! Während also Jugendliche ganz in der Gegenwart, in der Minute, auf die Sekunde, gerade heute und genau JETZT bereit für den ATTERSEE sind, fangen wir an zu planen: rechtzeitig Dienstreiseanträge schreiben und mindestens 14 Tage vorher abgeben, checken, ob am Wunschtermin Busse frei sind, Busse reservieren, Anmeldelisten vorbereiten, damit genug Plätze für alle Teilnehmer*innen da sind, Konzept schreiben, damit der Ressourcenaufwand gerechtfertigt ist…

#volleliste #leereplätze

Aus unserem niederschwelligen Zugang wird so ganz schnell ein recht hochschwelliger! Das Ergebnis einer Planung von mindestens 21 Tagen (Vorlaufzeit und Einhaltung aller Fristen und Rahmen): eine volle Teilnehmer*innenliste und ein leerer Treffpunkt am Tag des Ausflugs – außerdem meldet der Wetterbericht einzig an diesem Tag 90%ige Regenwahrscheinlichkeit 😉 Schuld daran sind weder die Wettergöttin, noch unzuverlässige junge Menschen oder überbürokratisierte Streetworker*innen – die Zeitfenster passen einfach nicht zusammen! Ein bisschen Planung ist notwendig, wenn Ressourcen wie Fahrzeuge und Personal gebraucht werden. Die Motivation unserer Besucher*innen ist aber oft recht flüchtig…

#motivationsschub

Motivation braucht im Moment des Aufflammens Brennmaterial! Inzwischen wissen wir: zusammenpacken und losziehen funktioniert hier am allerbesten! Spontanausflüge in der näheren Umgebung sind oft unsere erste Wahl. Aber es gibt sie – ganz selten, aber doch: die geplanten Ausflüge an den Attersee, diese Momente, wenn Jugendliche mal aus der Stadt raus kommen und einfach mit Anlauf ins kalte Wasser springen!

Unser Job als Streetworker*innen ist es eben, die Motivations- und Energiefenster bestmöglich zu nutzen und die gemeinsame Zeit so gut wir können miteinander zu gestalten!

#jugendstreetwork #just #vjf #outdoor #jugendarbeit

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menly men im Salzkammergut

lange geplant und spontan umgesetzt…..sind wir Männer mit ein paar Männern aus dem JUST ins Salzkammergut gefahren. Weil zum geplanten Ausflug leider keine Teilnehmerinnen aufgetaucht sind, haben wir uns kurzfristig entschlossen, nicht nur in den Attersee zu springen, sondern auch gleich die Möglichkeit beim Schopf gepackt und ein paar Würstel eingepackt, ein Lagerfeuer im Weissenbachtal gemacht, und es uns richtig gut gehen lassen in der Sonne.

Da wurde eine Feuergrube ausgehoben, Schwemmholz gesammelt, Steckerl geschnitzt, und beim ersten Feuerschein, Knacker und Käsekrainer gegrillt.

Nach dem ersten Hunger haben wir dann die Gegend erkundet, und sind im Bach ein Stück gewandert. Das war echt kalt, aber auch sehr erfrischend. Ein paar Steine umgedreht und Fliegenlarven beobachtet. Uns gefreut dass der Schnee aus den umliegenden Bergen nur mehr herunter lacht, und wir schon wieder weitere Abenteuer vielleicht in den Bergen planen können.

Feuer, Würschtel, Natur, kein SchnickSchnack, aber Gespräche über all das was uns gerade beschäftigt, und auch mal sagen können, wie schön es gerade ist.

Dafür braucht es oft nicht viel, bringt aber umso mehr!

#streetworkjust #vjf #menlymen #attersee #weissenbachtal

#notizmelanie

Erinnerung, Erinnerung… wer ist mit dabei? Ich bin wirklich gespannt, ob alle von der grünen Anmeldeliste kommen. Oder wer uns sonst noch mit seiner/ihrer Spontanität überrascht. Sommer, Sonne, Sonnenschein, ab an den Attersee…

Wie lange wir fahren, sind wir gefragt worden. Das kommt d’rauf an, in welchem Bus ihr sitzt. Der am wenigsten oft halten muss, schafft es unter einer Stunde, der andere halt länger.

Wann wir am See ankommen? Auch eine Frage, wie schnell ihr die Jause/Brotzeit eingekauft habt. Handtücher haben wir schon ein paar eingepackt, eine Decke, Äpfel, Federball und Boccia. Die Sonnencreme sollten wir nicht vergessen zu kaufen und ihr nehmt einfach noch gute Laune mit. Gutes Schuhwerk wird oft von Profis empfohlen. Eine Steige Hops Maracuja liegt im heißen Bus im Frankviertel. Die Dosen müssen unbedingt im eiskalten Attersee gekühlt werden.

Wie doama da?

PS: Wenn ich nicht vergesse, nehme ich auch noch etwas ganz Spezielles mit: zum Knabbern: Alphitobius diaperinus… chemie-, antibiotika-, hormon- und gentechnikfrei, gut für unsere Umwelt, gesund, klima- sowie ressourcenschonend – eine ökologisch sinnvolle Proteinquelle… Das traute sich, bis jetzt, kaum jemand zu probieren.

Pack die Badehose ein…

#atterseeausflug #hops #alphitobiusdiaperinus #hormonfrei #gentechnikfrei #proteinquelle #just #streetworkjust #vjf #packdiebadehoseein

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#justPIRATung

Mit Holzfuß, zwei linken Händen und auf einem Auge blind – im just sind wir nicht perfekt, dafür aber echt!

Ganz oft werden wir gefragt, warum bei uns in der Anlaufstelle eine Piratenflagge hängt – Luki sagt dann immer: „…weil wir nicht beraten, sondern PIRATEN!“. Das klingt komisch, soll es ja auch, aber hat auch ganz viel Wahrheit.

Beratung hat für Jugendliche und junge Erwachsene oft einen recht fahlen Beigeschmack. Um Unterstützung bitten oder über eigene Probleme reden ist ja für die Wenigsten eine einfache Übung und wenn mann*frau dazu auch noch in eine Beratungsstelle gehen soll… In der Beratungsstelle da erklären dir dann die Professionist*innen, wie du deine Probleme lösen kannst, weil die haben das ja gelernt!

SEEMANNS*GARN!

Im just haben wir durchaus Hochsee-Erfahrung, aber natürlich kennen wir nicht jeden Winkel der sieben Weltmeere! Jugendliche und junge Erwachsene wissen selber ganz genau, dass niemand besser über sie Bescheid weiß, als sie selbst, weil sie nämlich die einzig wahren Expert*innen in ihrem Leben sind! Der Captain kennt das Ziel!

Aber auch ein Captain braucht Unterstützung, um sein Schiff auf Kurs zu bringen! Manchmal tut‘s gut, einfach mal wo an Land gehen zu können, Probleme anzusprechen, Zielformulieren zu treffen, Routen-Optionen zu überprüfen und vor allen Dingen: nicht allein segeln zu müssen!

Beratung im just wird dann zur PIRATUNG, wenn das eigentliche Thema „zwischen Tür und Angel“ noch kurz vorm Rausgehen, beim Buttersemmerl-Streichen am Frühstückstisch, neben einem „Wuzzler“ im Wohnzimmer, auf den Treppenstufen vorm LDZ, im Schatten unter einem Baum im Volksgarten, noch schnell vorm Billa, zwischen 26 anderen jungen Menschen am Raucher*innen-Platzerl am Hauptbahnhof,… Platz finden kann und wir uns gemeinsam auf einen Rahmen einlassen können, wo Schwierigkeiten angesprochen und analysiert werden und Lösungsprozesse starten dürfen.

Manchmal brauchen wir dafür gemeinsam ein paar Anläufe – wir müssen uns vielleicht auch erst kennenlernen und Vertrauen zueinander fassen. Was wir gerne beisteuern können, das sind unsere Erfahrungen mit Menschen/ Behörden/ anderen Hilfseinrichtungen, ganz viel Offenheit für dich und deine Anliegen, eine gemütliche Ecke, wenn draußen der Sturm tobt, und jede Menge Spaß und Blödlerei 😉 Versuche mit uns zu „piraten“ sind jedenfalls unlimitiert!

Im just sind wir nicht perfekt, aber herzlich, ehrlich und echt!

#justjugendstreetwork #vjf #beratung #just #justpiratung

am 26.05.2019 ist EU-Wahl……

aber was hat das mit mir zu tun?

Das Europäische Parlament wird alle 5 Jahre gewählt, und somit auch die Vertreter*innen aus Österreich. Diese sorgen dann dafür, dass Österreichs Interessen in der EU Gehör finden.

Was hat die EU mit mir zu tun?

Eigentlich alles, und ganz wenig. Österreich ist Teil der Europäischen Union, und das wird auch wohl noch einige Zeit so bleiben. Und somit hat die EU viel Einfluss auf unser tägliches Leben, auch wenn wir es gar nicht so oft merken. Zum Beispiel die Reisefreiheit, dass wir zumeist ohne angehalten zu werden, in die anderen Länder der EU reisen können! (auch nach Tschechien 😉 ) Oder dass es eigentlich recht einfach ist, in allen Ländern der EU zu arbeiten.

Und warum sollte ich wählen gehen?

Weil der Gebrauch des Wahlrechts ein fundamentales Mittel zur Mitbestimmung in einer Demokratie ist. Wer nicht wählen geht, lässt zu, dass andere bestimmen, was in der EU und generell in der Politik passiert!

Und was oder wen soll ich wählen?

Die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, aber am besten die Partei von der man glaubt, dass deren Abgeordnete dich/uns am besten vertreten!

helfen und viele Informationen dazu gibts auf:

http://www.wahlkabine.at

und natürlich können wir auch gerne bei uns darüber diskutieren, oder euch dabei unterstützen von eurem Wahlrecht gebrauch zu machen.

Wahlkarten kann man sich bereits und noch bis zum Freitag vor der Wahl am Magistrat ausstellen lassen!

 

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Unser KLOplan: findet ihr das „just-Schei…*innen-Klo“?

Melanie: Wann sind wir denn endlich daaa, ich muss pippi. Luki: Aber wo ist denn die nächste kostenlose Pippibox?

Da wir Streetworkenden sehr viel in Linz unterwegs sind, haben wir uns das auch schon öfter gefragt. Welche Toilette könnt ihr empfehlen, vor allem wenn einmal die 50 Cent für den Bahnhofs- oder MC-Donaldabort fehlen? Oder einfach nicht ausgegeben werden wollen, da es auch saubere WCs gibt, die nix kosten. Wir haben ein paar Sch…häuschen für euch fotografiert. Kennt ihr sie alle?

Von unseren Besucher*innen wird wohl das 00 im Hessenpark am wenigsten empfohlen.🤢 Das schönste Thrönchen gibt es wahrscheinlich im Musiktheater.😅

Auf Facebook werden wir uns in nächster Zeit intensiver mit dem Angebot der öffentlichen stillen Orte auseinandersetzen, ihr könnt dort gerne euren Pups (=Meinung) zu den Lokalitäten abgeben!

PS: Lasst uns doch wieder einmal Singstar spielen. Wie damals im Kuba: “…und der ganze Bus muss pippi.”

 

 

#szeneblick

Wir Jugendstreetworker*innen vom just sind bekanntermaßen einen Großteil unserer Zeit auf den Straßen der Linzer Innenstadt unterwegs. Auch in den Parks sind wir regelmäßig präsent, um für Jugendliche und junge Erwachsene als Ansprechpersonen sichtbar zu sein. Zu den gut bekannten “Szenetreffpunkten” gesellt sich seit einigen Wochen ein neuer Ort hinzu, der vor allem medial und auch im Szenetalk aktuell für Interesse sorgt:

DER BERGSCHLÖSSLPARK!

 

“…Der nach ökologischen Gesichtspunkten angelegte und circa drei Hektar große Park untersteht seit 1989 der Aufsicht und Pflege der Linzer Stadtgärten des Magistrates und zählt zu den ersten „botanischen-ökonomischen Parks“ von Oberösterreich. Das Gelände ist für die Öffentlichkeit frei zugänglich. Laut aufgenommenem Baumbestand der Stadtgärten beinhaltete der Park im Jahr 2007 54 verschiedene Baumarten. Aus der Zeit Schiffermüllers bestehen noch einige Raritäten wie ein amerikanischer Tulpenbaum und asiatische Eiben beidseits der Terrasse. Von den 400 Einzelgehölzen sind Spitzahornbäume und Eschen am häufigsten vertreten. (Quelle: wikipedia)

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/alkohol-und-suchtkranke-sollen-im-bergschloessl-park-ihren-platz-bekommen;art66,3112744

Ein wunderbarer Frühlingstag im April, ein süßer Blütenduft liegt in der Luft, die Dauerbeschallung vorbeifahrender Autos von der Straße unterhalb stört kaum die friedliche Stimmung. Gleich neben einer großen Stieleiche laden Bänke und ein Tisch zum Verweilen ein. Die Dixie-Toiletten stehen bereit, der Spielplatz ist leer und nur ganz selten verirrt sich ein*e Passant*in auf die Wege durch den Park. Eigentlich ein idealer Ort, um sich zurückzuziehen, sich vor der Welt zu verbergen, … ein Platz, den Menschen noch einnehmen und für sich nutzen können, der noch nicht besetzt ist und auch wenig Anspruchsberechtigte rundherum hat.

Ein Ort, wo Menschen sein können… Das wünschen wir uns jedenfalls für diejenigen Menschen, die in den letzten Jahren und Monaten so oft vertrieben wurden, so häufig unerwünscht waren und genauso ein Recht auf Nutzung des öffentlichen Raumes haben!

 

#justjugendstreetwork #just #vjf #bergschlösslpark

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Urinella DIY

Galerie

Diese Galerie enthält 3 Fotos.

Seit dem Weltfrauentag befüllen wir, fast täglich, unsere Urinellaausgabe. Aus irgendeinem Grund, gehen die Urinellas weg wie warme Semmeln. Ein paar Tage werden wir, für euch, noch die Do-it-your-self-Vorlagen in der Lederergasse 9, kostenlos, zur Verfügung stellen. Wenn ihr das Im-Stehen-Pinkeln, bis dahin, noch immer nicht, ausprobiert habt, könnt ihr euch die Urinierhilfe, jederzeit, selbst hier ausdrucken. Für Festivals, ekelige Klobrillen, gegen lange Warteschlangen vor Toiletten und einfach mal JUST vor Fun, auf jeden Fall zu empfehlen. Übrigens: es gab bereits Festivals mit extra Frauenpissoirs. Bitte unterlasst auf keinen Fall ein regelmäßiges Trinken, nur damit ihr nicht so oft auf weiterlesen

#wenndirdaslebenzitronengibt

…und du vor einem Berg von Problemen stehst, deine Baustellen immer mehr und immer größer werden…

#diesonnescheint

Wenn die Sonne scheint, die Vogerl zwitschern, die Frühjahrsblumen den Neubeginn ansagen und du trotzdem die Sonnentage nicht genießen kannst, weil dir dunkle Wolken im Kopf ‘rumschwirren…

#einfachnur

Wenn deine Energieanzeige immer nur auf 3% steht, deine Lamper’l dauernd ROT blinken und du weißt, dass du EINFACH NUR eine Wohnung und Arbeit findest müsstest…

#alltagsweisheiten

Wenn alle sagen: “Arschbacken zusammenzwicken, Hintern hochkriegen, nicht immer sudern, sondern machen,…” und du es nicht mehr hören kannst…

#bergevonzitronen

…dann wird’s Zeit, den riesigen Zitronenberg zu sortieren: zu schauen, welche Zitronen, wohin gehören, welche die sind, die zuerst verarbeitet gehören.

Im just sind wir inzwischen ganz gut darin, Zitronenberge zu besteigen und mit jedem und jeder einzeln heraus zu finden, wo und wie wir helfen können, Limonade, Kuchen, Glasur, Marmelade,… draus zu machen!

#indiezitronebeißen

…ist oft ziemlich sauer, beängstigend, herausfordernd, nervig, mühsam…Oft ist vor den Schritten, die rundherum geraten werden, auch mehr notwendig: “einfach nur Arbeit finden”, kann sich als äußerst schwierig herausstellen, wenn mann/frau eigentlich zuerst ein Zuhause, psychische Stabilität, körperliche Gesundheit etc. braucht.

Der Biss in die Zitrone kann manchmal aber auch erfrischend sein! Wir unterstützen dich jedenfalls dabei, mögliche Rezepte für dich, deine Zitronen und vor allem deine LIMONADE zu finden!

#wenndirdaslebenzitronengibt #dannmachlimonadedraus #vjf #streetworkjust

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#dasgelddasallekinderkriegen

BMS aka Bedarfsorientierte Mindestsicherung aka Hilfe zur Sicherung des Lebensunterhalts und des Wohnbedarfs aka demnächst wieder Sozialhilfe

Wie kommt man dazu?

Mittels Antrag bei der nächstgelegenen zuständigen Behörde! Bei uns in Linz am Magistrat!

Dafür gibt‘s das berühmte Formular GSGD-So/E-5!

Zumeist füllen wir das gemeinsam bei uns in der Anlaufstelle aus, und begleiten unsere Klient*innen auch gerne zum Magistrat zur zuständigen Sachbearbeiter*in die jeweils nach den Anfangsbuchstaben des Familiennamens eingeteilt sind.

Klingt kompliziert? Geht noch so….aber der Antrag alleine reicht noch nicht…..

Es muss ja auch noch nachgewiesen werden, ob man Vermögen hat, also mittels Kontoauszüge der letzten 6 Monate, und natürlich will die Behörde wissen, ob man noch woanders Geld her bekommen könnte. Zum Beispiel ob es jemanden gibt, der einem Unterhalt zahlen müsste.

Man muss ja ein etwaiges Vermögen (Haus, Wohnung, Auto, Sparbücher, Ferieninsel,….) über einem Gesamtwert von 4427,40 € (Stand 2019) aufbrauchen.

Das ist der erste Teil der sogenannten „Bemühungspflicht“

Des weiteren musst du bereit sein, deine Arbeitskraft einzusetzen und dich um einen Arbeitsplatz bemühen. Das heißt beim AMS arbeitssuchend melden, die gestellten Anforderungen und Aufgaben vom AMS erfüllen, und natürlich pünktlich zu deinen Terminen erscheinen.

Und die sogenannte „Verfolgung von Ansprüchen gegen Dritte“ ist auch Voraussetzung.

Wenn es also möglich ist, dass du von deinen Eltern, Verwandten, reichen Onkel in Amerika Unterstützung bekommen solltest, den sogenannten Unterhalt, dann will die Behörde das genauer wissen. Dazu musst du dir einen Termin am Bezirksgericht ausmachen, und dort eine Unterhaltsfeststellung beantragen. Viele glauben jetzt dass das heißt, dass du deine Eltern verklagen musst. Ganz so schlimm ist es aber nicht, da diese nur aufgefordert werden ihr Einkommen offen zu legen, und das Gericht legt dann fest wie viel sie dir an Unterstützung zukommen lassen müssten. Zumeist reicht aber bereits die Bestätigung, dass dieser Antrag eingebracht wurde.

Bei uns im JUST heißt das normalerweise, dass wir gemeinsam mit unseren Klient*innen einiges abzuarbeiten haben:

#Antrag ausfüllen

#Kontoauszüge der letzten 6 Monate besorgen

#Meldebestätigung checken

#Unterhaltsfeststellung am Bezirksgericht beantragen

#AMS-Anmeldung

#AMS-Bezugsbestätigung besorgen (auch wenn man vom AMS kein Geld bekommt)

#Betreuungsvereinbarung vom JUST, wenn man bei uns seine Kontaktadresse hat.

Bei dieser Betreuungsvereinbarung besprechen wir mit dir, welche Schritte du in Bezug auf Arbeit, Unterkunft, Finanzen und Gesundheit als nächstes gehen willst und halten das auch auf einer Vereinbarung fest.

Es gibt also einiges zu tun!

Trotzdem lohnt es sich seinen Antrag so früh wie möglich abzugeben, auch wenn du noch nicht alle Unterlagen beisammen hast, da du eine Frist bekommst, bis wann man alles nachreichen darf, und die Berechnung des Geldes ab dem Tag der Einreichung beginnt.

Und du kannst immerhin maximal 921,30 € bekommen, wenn du alleinstehend, alleinwohnend bist, und keinerlei andere Bezüge hast. Bekommst du Geld vom AMS, oder Unterhalt, oder verdienst dir offiziell etwas dazu, oder hast eine eigene Ferieninsel, dann wird nur die Differenz zur oben genannten Summe ausbezahlt.

Man kann übrigens auch Mindestsicherung bekommen, wenn man so wenig bei seiner Arbeit verdient, dass man unter dem Maximalbetrag bleibt.

Mit eingerechnet wird übrigens auch das Einkommen von Menschen mit denen du zusammen wohnst, sogar bei einer WG, wo du vielleicht mit Menschen wohnst, die du nicht mal magst.

Das sind einige Informationen zur Mindestsicherung, wie sie uns bei unseren Klient*innen ganz oft begegnen, hat aber keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit.

Weiterführende Informationen gibt‘s in den angehängten Links und natürlich bei uns im JUST!

https://www.land-oberoesterreich.gv.at/23004.htm

http://www.ris2.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?QueryID=LROO&Gesetzesnummer=20000652

https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/arbeitslosigkeit/Bedarfsorientierte_Mindestsicherung.html

Und ganz am Ende sei noch der „Beschäftigungs-Einstiegsbonus“ erwähnt, den man erhalten kann, wenn man 6 Monate BMS bezogen hat und eine Erwerbstätigkeit aufnimmt! Den muss man schnell beantragen und die Berechnung ist wieder ziemlich kompliziert. Und steht deswegen, wie hier, wohl immer ganz am Ende aller Erklärungen. Aber auch dabei können wir gerne behilflich sein.