der Adventskalender der justler*innen!

Im Advent nähern wir uns mit großen Schritten Weihnachten. Die vermeintlich „schönste Zeit im Jahr“ ist für manche die mühsamste, anstrengendste, und vor allem die kälteste Zeit im Jahr. Wer aktuell ohne festen Wohnplatz ist, hat während des Lockdowns nun schon Schwierigkeiten genug – gleichzeitig wird es zunehmend kalt und immer kälter draußen.

Diejenigen, die bislang draußen geschlafen haben, suchen zunehmend geschütztere Schlafplätze in Tiefgaragen und Hauseingängen oder Kellern auf oder gehen an den ganz kalten Nächten doch in die Notschlafstelle. Andere, die vielleicht noch bei Bekannten unterkommen, machen sich andere Gedanken: wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Wieder sind Vorsätze gescheitert, Ziele nicht erreicht. Die Situation hat sich vielleicht auch noch zusätzlich zugespitzt. Die Beziehungen zur Familie haben sich weiter gelöst, Freunde und Freundinnen haben sich zurückgezogen. Wie werde ich Weihnachten verbringen?

Richtung 24. Dezember, wenn sich alles nach innen orientiert, die Wohnungen gemütlich warm und die Abende mit den Liebsten verbracht werden, wird noch deutlicher als sonst, wie kalt es auf der Straße werden kann.

Im just versuchen wir deswegen gerade im Advent auch bei uns in der Anlaufstelle die Gemütlichkeit und die Wärme eines sicheren Rückzugsortes zu vermitteln. Wir versorgen unsere jungen Besucher*innen mit gutem Essen, warmen Tee und offenen Ohren. Im just geht‘s oft auch sehr familiär zu – am großen Tisch gemeinsam zu frühstücken oder eine warme Mahlzeit einzunehmen gehört da in „normalen“ Jahren dazu.

Dieses Jahr stecken wir gerade jetzt zum Beginn des Advents im Lockdown. Wir haben trotzdem geöffnet für diejenigen, die uns als Anlaufstelle und als Basis brauchen. Leider geht das nicht wie sonst: unsere Besucher*innen müssen auf Distanz bleiben, sollen lieber einzeln als in der Gruppe kommen. Die Gemeinschaft darf gerade physisch nicht so gelebt werden, wie wir das sonst gerne tun. Physical distancing aber kein social distancing! Eine Herausforderung und ein Spagat für alle justler*innen.

Wir versuchen so gut es geht, über die notwendige Grundversorgung hinaus, all das anzubieten, was junge Menschen brauchen: offene Ohren, ein bissl Schmäh führen, Auseinandersetzung mit Sorgen und Änsgten, aber auch mal Contra geben – einen Rahmen, in dem junge Männer und Frauen sich spüren können, sich ausprobieren, eine Chance bekommen, sich mit ihren Stärken erleben können und an ihre Grenzen stoßen dürfen.

Im Dezember gibt es daher (wie jedes Jahr) wieder einen Adventskalender: dieses Jahr sogar zwei! Einen im just, wo ihr euch jeden Tag ein paar Socken oder Handschuhe aussuchen könnt und einen via insta & facebook, wo jeden Tag ein Türchen aufgeht: wir sammeln Momente und Bilder von und für euch und richtig VON HERZEN! Damit ihr jeden Tag einen richtig guten just-Gedanken habt!

Alles ein bisschen anders in diesem Jahr 2020. Aber gemeinsam bekommen wir das hin. Alle justler*innen miteinander! Wir öffnen Türchen ins Herz!

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24 Türchen ins Herz
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