Da kommt also ein Klient während der Woche auf uns zu und gibt bekannt, dass er am Freitag gerne kochen möchte.

Wir sind erfreut und tragen den jungen Mann in den Kalender ein und führen ca. folgende Konversation:

-“Super, dass du mal wieder kochen möchtest! Was schwebt dir denn vor?“

-“Mhmmmm, Schnitzel vielleicht?“

-“ Ohhhhh, das wird ziemlich viel Arbeit für so viele Menschen, und dauert auch eher lang! Vielleicht was anderes?“

-“Dann vielleicht Lasagne? Keine Ahnung!“

-“Lasagne hatte wir gerade vor 2 Wochen, Vielleicht ein Geschnetzeltes?“

-“Oh ja, das ist eine gute Idee, können wir wegen einem Rezept schauen?“

-“ Sicher, dann können wir uns gleich aufschreiben, was wir alles brauchen, und schauen was wir schon dahaben!“

Wir vereinbaren also, dass wir am Freitag gemeinsam einkaufen gehen, und der Besucher will schon um 12:15 kommen.

Weil wir noch Lebkuchen von Weihnachten haben, und gerade vom SOMA-Markt, diverse Joghurts bekommen haben, wird am Donnerstag noch schnell aus den Restln ein Spezialtiramisu gezaubert.

Der junge Mann ist am Freitag pünktlich, und jemand aus dem Team geht mit ihm einkaufen, nicht ohne vorher besprochen zu haben, wie viel für 10-12 Personen gebraucht wird:

-“Wie viel Fleisch werden wir für das Putengeschnetzelte denn brauchen?“

“Naja, für 10-12 Leute sollte es schon genug sein, so ca 2 Kilo?“

„Und Zwiebel?“

„Die haben wir noch da, und Gemüse ist gestern auch noch vom Frühstück übrig geblieben, brauchen also nur was für einen Salat kaufen!“

„Achja, und Einkaufssackerl nicht vergessen!“

Im Supermarkt angekommen, werden flott die Ingredienzen gesucht, und Preise verglichen. Glücklicherweise ist das geschnittene Fleisch im Angebot und somit der Kilopreis niedriger als bei den ganzen Fleischstücken!

Zurück im JUST warten schon andere Besucher*innen vor der Tür, dass sie endlich rauf können.

Ausgepackt und besprochen was zuerst zu machen ist. Glücklicherweise möchten ein paar andere Klient*innen mithelfen und werden gleich zum schnippeln eingeteilt.

      

Der Rest steht gerne im Weg herum und hat immer einen „hilfreichen“ Kommentar wie das Gericht besonders gut werden wird.

Alle helfen beim Aufdecken, während der Hunger schon groß wird.

Dann sitzen alle gemeinsam am Tisch und wie es im JUST Sitte ist, warten wir bis alle was haben und wünschen uns einen guten Appetit, bevor gegessen wird.

-„XY – Danke fürs Kochen!“

– „Gerne, war eh keine Hexerei“

– „Hmm…..schmeckt gut heute, kann mir bitte jemand das Salz geben?“

– „Gerne, Ich hätte gerne noch Salat!“

-“Bitte die leeren Teller gleich in den Geschirrspüler!“

– „Danke für das gute Essen“

– „Unverständliches Gemurmel…….“

– es wird ganz leise obwohl 12 Leute am Tisch sitzen………..

Dann geht alles auch recht schnell, weil alle schon Hunger haben, und die Nachspeise geht auch immer noch rein.

Noch eine Portion für später eingepackt, und dann ein wenig auf der Couch verdaut!

Alle satt, alle gut gelaunt, viele gute Gespräche in der Küche, ein wenig was übers Kochen gelernt, und viel Lob geerntet, und vielleicht hat sich auch schon jemand für nächste Woche angemeldet.

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Just-a-menu ganz klassisch