Offene Jugendarbeit bleibt stabiler Anker für Jugendliche in der Stadt
Presseaussendung der Stadt Linz, 7.Juli.2026
Der Verein Jugend und Freizeit (VJF) begleitet junge Menschen in Linz über das gesamte Jahr hinweg und schafft verlässliche Angebote in allen Stadtteilen. Mit Jugendzentren, Streetwork und Teeniearbeit erreicht die offene Jugendarbeit Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene direkt in ihrem Lebensumfeld. Die Angebote sind niederschwellig, freiwillig und orientieren sich konsequent an den Bedürfnissen der jungen Menschen. Sie schaffen Räume für Begegnung, fördern soziale Kompetenzen und bieten Unterstützung in herausfordernden Lebenssituationen.

Acht Jugendzentren, vier Streetwork-Projekte sowie mehrere Standorte der Teeniearbeit bilden ein dichtes Netz in der Stadt. Jugendliche können dort ihre Freizeit gestalten, neue Kontakte knüpfen und sich mit ihren Anliegen an Fachkräfte wenden. Neben klassischen Freizeitangeboten umfasst die Arbeit auch Beratung, Prävention, Bildungsangebote und die Begleitung in Krisensituationen. Besonders die mobile Jugendarbeit im öffentlichen Raum ermöglicht es, Jugendliche direkt anzusprechen und Vertrauen aufzubauen.
Die Bilanz für 2025 unterstreicht die Bedeutung dieser Arbeit: Insgesamt 91.267 Besuche wurden in den Einrichtungen gezählt, 9.626 unterschiedliche junge Menschen konnten erreicht werden. Rund 38,8 Prozent der erreichten Jugendlichen waren Mädchen. Zusätzlich wurden mehr als 11.600 Online-Kontakte verzeichnet. Diese Zahlen zeigen, dass die Angebote breit angenommen werden und für viele junge Menschen ein fixer Bestandteil ihres Alltags sind.
„Jugendarbeit bedeutet, junge Menschen ernst zu nehmen und ihnen verlässliche Unterstützung zu bieten. Gerade in herausfordernden Lebensphasen braucht es Orte, an denen sie sich sicher fühlen und ihre Anliegen einbringen können. Die Einrichtungen des Vereins leisten hier einen wichtigen Beitrag für Zusammenhalt und Lebensqualität in unserer Stadt“, betont Vizebürgermeisterin Karin Leitner.
Inhaltlich setzte der Verein im Jahr 2025 mehrere Schwerpunkte. Die Weiterentwicklung der gesundheitskompetenten Jugendarbeit stärkt die Fähigkeit junger Menschen, verantwortungsvoll mit ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit umzugehen. Gleichzeitig wurde ein umfassendes sexualpädagogisches Konzept erarbeitet, das wichtige Orientierung bietet. Mit der Übersiedlung des Jugendzentrums FRANX an einen neuen Standort im Franckviertel wurde zudem ein Angebot geschaffen, das besser erreichbar ist und gezielt auf die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort eingeht. Ergänzend dazu war der Verein auch am Urfahraner Jahrmarkt präsent und schuf mit der sogenannten Chillbase einen niederschwelligen Rückzugsort für junge Besucher*innen. Als konsumfreier Treffpunkt mitten im Veranstaltungsgeschehen bot die Chillbase einen sicheren Ort zum Durchatmen und Austauschen.
Ein zentrales Element der offenen Jugendarbeit bleibt die Beteiligung junger Menschen. Jugendliche bringen ihre Ideen aktiv ein, gestalten Projekte mit und übernehmen Verantwortung für ihre Räume. Diese Form der Mitgestaltung stärkt Selbstvertrauen und fördert gesellschaftliche Teilhabe.
Auch im öffentlichen Raum entstehen neue Treffpunkte. Ein Beispiel dafür ist der Pavillon beim Skatepark am Rädlerweg, der auf Initiative des Verein Jugend und Freizeit umgesetzt wurde. „Unsere Jugendlichen brauchen Orte, an denen sie sich treffen und ihre Freizeit selbstbestimmt gestalten können. Der Pavillon ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie gute Ideen aus der Praxis gemeinsam umgesetzt werden“, erklärt Vizebürgermeisterin Karin Leitner.
Die offene Jugendarbeit in Linz bleibt damit ein stabiler Anker für junge Menschen. Sie verbindet Freizeit, Beratung und Bildung und reagiert flexibel auf gesellschaftliche Entwicklungen. Auch in Zukunft wird der Fokus darauf liegen, Beteiligung zu stärken, Angebote weiterzuentwickeln und jungen Menschen verlässliche Strukturen in ihrem Alltag zu bieten. Der Jahresbericht 2025 gibt einen umfassenden Einblick in diese Arbeit und ist öffentlich zugänglich.