Streetwork

Streetwork ist aufsuchende soziale Arbeit im niederschwelligen Bereich. Das bedeutet, dass das Angebot an möglichst wenig Bedingungen (Problembewusstsein, Einhalten von Verbindlichkeiten, Abstinenz,…) der KlientInnen gebunden ist.

“Die Straße” ist das Synonym für die Lebenswelten der Zielgruppen.

Streetworkeinrichtungen sind kunden- und wirkungsorientiert. Sie handeln im öffentlichen Auftrag und stehen im Spannungsfeld zwischen den Bedürfnissen der Jugendlichen und gesellschaftlichen Ansprüchen.

Zielgruppe sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 12 – 23 Jahren, die das bestehende Hilfesystem nicht in Anspruch nehmen oder nehmen können, bzw. durch bestehende einrichtungsgebundene Angebote nicht oder nicht ausreichend erreicht werden.

Das Angebot ist vertraulich und anonym, ohne ausdrückliches Einverständnis der Jugendlichen werden keine Informationen weitergegeben. Die Kenntnis der Identität der Jugendlichen ist keine Voraussetzung für Inanspruchnahme des Angebotes.
Die Interessen der Jugendlichen werden vertreten, ohne deshalb ihre Ansichten teilen zu müssen.
Die Kontaktaufnahme passiert freiwillig, die Dauer und die Intensität des Kontakts werden von den Jugendlichen entschieden.
Die Jugendlichen werden mit all ihren Stärken und Problemen im Kontext ihrer Lebenswelten und sozialen Bezüge wahr genommen und sind Ansprechpersonen für die gesamte Breite auftretender Fragen.
Die Jugendlichen werden als Person in ihrer Gesamtheit ohne Wertung, möglichst vorurteilsfrei angenommen.
Streetwork setzt auf einen ressourcenorientierten Blickwinkel und versucht die Jugendlichen dabei zu unterstützen,
ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und zu entwickeln
die Handlungsfähigkeiten und Verhaltensmuster in bestimmten Situationen zu erweitern
ihren Selbstwert zu stärken
ihre Grenzen zu erkennen und einzuhalten
nach dem Grundsatz “Hilfe zur Selbsthilfe” Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen.