Eine Situation wie jetzt hat noch keiner von uns erlebt. Es ist eine Ausnahmesituation, von der niemand weiß, wie lange sie andauern wird. Dies kann sehr belastend sein. Doch es gibt es paar klare Verhaltensregeln, die uns dabei helfen, dies alles gut zu meistern.

Denk‘ daran, jede*r von uns ist anders. Nimm‘ dir die Regeln zu Herzen, die am besten zu dir passen.

Erste Hilfe Tipps bei Quarantäne als Fotostrecke

 

1.) Tagesplan erstellen

Was hilft gegen Chaos? Na, Struktur! Ist doch klar, Struktur gibt nämlich Sicherheit und stärkt uns in Stresssituationen. Also, raus aus dem Pyjama, aufstehen und anziehen. Plane dir am besten klare Zeiten für das Lernen und für deine (indoor)Freizeit und erstelle dir deinen Stundenplan für zu Hause. Denke daran, ausreichend Pause zu machen und auch regelmäßig zu essen. Und falls mal was nicht so gut klappen sollte. Nimm es nicht zu tragisch! Plane einfach um, so wie es am besten zu dir passt.

Je genauer ein Tag ein geplant ist, desto mehr hat man das Gefühl einer Situation nicht hilflos ausgeliefert zu sein, sondern diese aktiv zu gestalten.

2.) Nicht ständig Corona-Infos reinziehen

Konsumiere Medien bewusst und gezielt! Fakten helfen gegen überschwemmende Gefühle. Klare Informationen geben Orientierung und Sicherheit. Auch hier: Plane am besten wann du z.B.: Nachrichten guckst. Und pass’ vor Falschmeldungen auf, die überall im Netz kursieren. Vertraue auf offizielle Nachrichten des Sozialministeriums und der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH).

https://www.sozialministerium.at/

https://www.ages.at/themen/krankheitserreger/coronavirus/#

3.) Sich der eigenen Stärken bewusst sein

Frage dich, wie du bisher andere Krisen in deinem Leben gemeistert hast. Was hat dir dabei geholfen? Alles was du an positiven Erfahrungen in deinem Leben gemacht hast, sind deine Ressourcen. Alle Probleme, die du bereits überwunden hast, all deine Stärken, deine Talente, deine Fähigkeiten – all das sind deine Kraftquellen, die du jetzt aktivieren und nützen kannst.

4.) Bewegung tut gut

Bewegung bewirkt Wunder im Kopf und wirkt sich äußert positiv auf uns aus. Bewegung ist auch drinnen möglich: Internetvideos zeigen wie es geht. Und wenn dir wirklich die Decke auf den Kopf fallen sollte,

darfst du auch mal kurz raus, um zu joggen oder um mit dem Rad zu fahren. Aber nur alleine oder mit den Menschen, mit denen du auch zusammen wohnst. Draußen gilt: Abstand halten! Mindestens einen Meter.

5.) Zum Glück gibt es Videotelefonie!

Du kannst deine Freund nicht sehen, du kannst nicht ins JUZ, aber du kannst trotzdem mit uns allen verbunden bleiben. Halte Kontakt via social media zu Personen, die dir wichtig sind. Fragt euch auch „Was hat dich heute besonders gefreut?“. Es ist besonders wichtig, sich positiven Dingen zu widmen.

6.) Rückzugsmöglichkeiten schaffen

Zu Hause ist es wahrscheinlich nicht immer leicht.
Auch für deine Eltern und Geschwister ist diese Situation neu und eine Herausforderung.

Wenn du einen Platz für dich hast, und wenn es nur ein eigener Bereich in einem Raum ist, kannst du dich dorthin zurückziehen.

Mache dir mit deinen Mitbewohner*innen aus, wann du ungestört sein möchtest und akzeptiere es auch, wenn andere ihre Ruhe haben möchten.

Noch nicht genug Tipps? Es gibt weitere Unterstützung für dich!

Falls du jemanden zum Reden brauchst, melde dich bei uns: 0650 / 77 30 346 oder online.

Notrufnummern:
Ö3 Kummernummer: 116 123
Rat auf Draht: 147
Telefonseelsorge: 142

Die vorherigen Infos wurden zum Teil von einem Informationsblatt entnommen, der vom Berufsverband Österreichischer Psycholog*innen (BÖP) erstellt wurde. Sie stützen sich alle auf wissenschaftliche Erkenntnisse, um dich in deiner Selbsthilfe zu unterstützen.

Quelle: https://www.boep.or.at/download/5e71d59d3c15c85df5000028/20200317_COVID-19_Informationsblatt.PDF

Diese Infos werden auch in anderen Sprachen zur Verfügung gestellt. Folge dazu dem Link: https://www.boep.or.at/psychologische-behandlung/informationen-zum-coronavirus-covid-19

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