Weltfrauentag 2016- Berichte aus den Einrichtungen

collage-WFT

08.März 2016 internationaler Frauentag
im Verein Jugend und Freizeit
Ist das (m)eine Rolle!?

Stärke zeigen, einfühlsam sein, kämpfen, prahlen, bewundern, Lieb sein…

Auch heute noch bestimmen Vorstellungen,
was typisch weiblich oder typisch männlich ist, unser Verhalten…

Aber was willst DU?- Wie stellst Du dir dein Leben vor?-
Was geht DIR auf die Nerven?- Was findest DU gut?

Die Mitarbeiterinnen des Vereins Jugend und Freizeit luden die Besucherinnen der Einrichtungen ein, am 8. März 2016 gemeinsam den Weltfrauentag zu feiern,
zu spielen, zu basteln, zu quizzen, zu feiern…

Neues entdecken- Altes über Bord werfen!
GIRLS ONLY!

*Bericht zum Internationalen Frauentag
Jugendkulturbox „Ann & Pat“ und Streetwork „Just“
Wir fünf Frauen aus der Jugendkulturbox ANN & PAT und Jugendstreetwork JUST gestalteten gemeinsam mit und für die Mädchen und jungen Frauen unserer Einrichtungen einen gemütlichen und lustigen/lustvollen Rahmen, um den 8. März gebührend zu begehen. Das Programm entstand in mehreren Planungsphasen mit den Mädchen und jungen Frauen gemeinsam. Dabei war uns und den Besucherinnen wichtig, dass wir einen gemütlichen Frauen-Nachmittag miteinander haben, wo viel Platz für Spaß, Kreatives, Gespräche, Experimentieren, Wohlfühlen und „Gut-gehen-lassen“ ist.

Die Mädchen wünschten sich in der Vorbereitung das Motto „come as you are“ – und formulierten dazu, dass sie vielleicht einmal ungeschminkt, in Jogginghosen und ungestylt oder als Männer verkleidet im Ann & Pat auftauchen wollten. Das Thema „Ist das (m)eine Rolle?!“ fand bereits in den Wochen vorm Frauentag Platz in den Gesprächen rund um das Programm, wie auch in der Vorbereitung der „Hall of Femmes“: die „Ann & Pat“-Frauen bearbeiteten dazu sowohl Bilder bekannter Frauen und deren Zitate rund um’s „Frau-sein“ (Gleichberechtigung, Emanzipation), wie auch Fotos von den Besucherinnen mit ihren Botschaften an andere junge Frauen.

Unser Programm am 8. März – 15:00 bis 19:00 Uhr im Ann & Pat Café war bunt und vielseitig:

• Gemeinsames Hosengestalten zum Thema Klischees, Rollenbilder, Stereotype. Die gestalteten Hosen (auch als Sinnbild für Frauenemanzipation durchaus passend) blieben während der gesamten Veranstaltung im Raum hängen und animierten die jungen Frauen, sich selbst kreativ auszudrücken.

• Verkleidungs- und Schminkecke für „Cross Dressing“ inklusive Selfie-Station mit dem Motto „Scheiss auf Klischees“ – dazu gab es eine Leine auf der die Sofort-Fotos präsentiert wurden, die während der Veranstaltung quer durch den Raum wuchs.

• Singstar war der Spaßfaktor auf dem Frauenfest – die Mädchen und jungen Frauen sangen zunehmend ungehemmt, sehr lustvoll und ausgelassen, mehr oder weniger verkleidet, zu zweit, zu dritt, zu viert und vor allem lauthals und mit viel Begeisterung!

• „Hall of Femmes“: Frauen_, die inspirierend, prägend waren/sind, Idole und Held_innen wurden als kleine „Ausstellung“ an der Fassade in der Lederergasse öffentlich zur Schau gestellt (Vorarbeit am „girls only day“ am 1. März im Ann and Pat und in der darauffolgenden Woche). Die Mädchen und jungen Frauen waren stolz auf ihre Fotos in der „Hall of Femmes“ und Passanten und Passantinnen blieben laufend stehen, um sich die Frauen-Statements und -bilder anzusehen.

• Kulinarische Highlights: selbst verzierte Cupcakes und eigens gemixte, liebevoll gestaltete Cocktails, sowie selbst gekochtes Chilli-sin-carne rundeten unser Wohlfühlprogramm ab.
Die Kooperation zwischen Ann & Pat und Just ergab eine gelungene Veranstaltung, die den Mädchen und jungen Frauen einen partizipativen, vertrauensvollen, sicheren Raum bot, ganz unter sich und ohne sich zu den Burschen/Männern in Beziehung setzen zu müssen, sich selbst zu inszenieren, ungehemmt und selbstbestimmt zu experimentieren und sich kreativ auszudrücken. Die Zeit am Frauenfest gehörte zu 100% den Mädchen, unsere offenen Ohren waren nur für ihre Lebensgeschichten und -entwürfe, Ideen und Erfahrungen reserviert – das genossen sie sichtlich! Insgesamt besuchten uns 10 Mädchen – in der Vorbereitungsphase partizipierten ca. 6 weitere.

*Bericht zum Internationalen Frauentag
Fjutscharama und Streetwork Auwiesen
Wir, vom Fjutscharama und Streetwork Auwiesen planten gemeinsam den Weltfrauen Tag im Fjutscharama. Unsere Aktion ging schon Wochen vorher los, indem wir das Fest in den Schulen und auf der Straße in Kleinmünchen und Auwiesen beworben haben.
Wir verteilten um die 50 Stück Flyer und berichteten von unseren Angeboten.
Angebot unseres Programms:
Gestaltung einer Collage zum Thema meine Rolle
Sprüche typisch Frau/ Mann
Schmuck selber gestalten (Armbänder und Halsketten)
Töpfern mit Ton
Freche Früchtchen (Obst und Schoki)
Leckereien aus Blätterteig
Herzchen aus Bisquit

Es sind 5 Mädchen hier gewesen die unser Angebot genossen haben. Besonders das Schmuck basteln kam gut an. Das größte Interesse erweckte bei den 13-15jährigen Besucherinnen das Backen. Wir haben viel gelacht und einen entspannten Nachmittag zusammen verbracht.
Das angeschnittene Thema zur Rolle der Frau versuchten wir in Ihnen näher zu bringen, jedoch stieß das Thema leider auf wenig Interesse. Es ergab sich jedoch das eine oder andere interessante Gespräch, sodass wir den Nachmittag dennnoch als gelungen bezeichnen können.

*Bericht zum Internationalen Frauentag
JUZ RIFF und JUZ Atlantis
Der Weltfrauentag 2016 war ein Kooperationsprojekt zwischen dem Jugendzentrum RIFF
und dem Jugendzentrum Atlantis…
…im Atlantis durften an diesem
Tag nur Mädchen/Frauen ins Jugendzentrum während es im RIFF eine Ausweichmöglichkeit für die Burschen/Männer gab.
Vorab machten wir fleißig Werbung für den Weltfrauentag und verteilten Flyer im Stadtteil
bei den umliegenden Schulen. Unsere Mädels informierten wir bald genug und sehr oft,
dass dieser spezielle Tag zu Ehren von allen Mädels/Frauen stattfindet.
Wir kauften Snacks, Getränke, Zeitschriften und blumige
Überraschungen für unsere Mädels ein. Im Jugendzentrum bereiteten wir Tische mit Plakaten, Zeitschriften, den
Quizfragen und den Statements vom Rollenschießen vor.

… Wir starteten unser Programm am Weltfrauentag mit dem Film „I’m to sexy for..“. Wir schauten uns den Film gemeinsam mit unseren Mädels an um anschließend darüber zu reflektieren und anschließend Collagenarbeit in Form von Plakaten zum Thema „Typisch Mann/typisch Frau“ und „Das Bild der Frau in den Medien“ zu gestalten. Während dieser Kleberei wurde fleißig über Geschlechterrollen, männliche und weibliche Rollen sowie das Leben generell diskutiert.

Als nette Überraschung kam das RIFF mit ihren jüngsten Burschen vorbei um uns den Tag
mit einem selbstgemachten Apfelstrudel zu versüssen. Nach diesem Kurzbesuch
verbrachten wir den restlichen Nachmittag/Abend noch im Jugendzentrum und die Mädels genossen es sehr, dass dieser Tag nur ihnen gehörte.

*Bericht zum Internationalen Frauentag
Netzwerk süd
Da es uns sehr wichtig war unsere Mädchen / Jugendlichen aktiv am Ablauf des Weltfrauentags zu beteiligen, wurden bereits am Vormittag gemeinsam erste Erledigungen und Einkäufe gemacht.

Mittags wurden alle Mädchen noch persönlich via facebook und whatsapp angeschrieben und zu unserer Veranstaltung eingeladen. Auf diese persönlichen Einladungen haben wir sehr gute Resonanzen erhalten.
Es machte sich bereits kurz nach Öffnungszeit eine relativ ausgelassene und entspannte Stimmung mit Musik und Tanz breit.

Während gemeinsam die Banner auf die Klopapierrollen geklebt wurden, sind typische Frauenrollen und Vorurteile diskutiert worden. Im Zuge dieses Gesprächs machte sich eine Belastung bzw. Überforderung zu Plattformen wie youporn und xhamster, speziell der jüngeren Mädchen, bemerkbar. Eine offene Gesprächsbereitschaft diesbezüglich scheint jedoch von Seiten der Mädchen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gegeben.
Gemeinsam wurden die Früchte für das Schoko – Fondue geschnitten und erste Vorbereitungen für das Spaghettiessen getroffen.

Bevor gemeinsam ein Film zu mädchenrelevanten Themen geschaut wurde, bekam eine Jugendliche, die an diesem Tag ihren einundzwanzigsten Geburtstag gefeiert hat, ein musikalisches Ständchen und es wurde gemeinsam Kuchen gegessen.

Etwas später bekamen wir Besuch von zwei jungen Müttern aus der Neuen Heimat. Beide Jugendlichen (16 und 18 Jahre alt) haben im Februar ihre kleinen Mädchen zur Welt gebracht.

Abschließend möchten wir bemerken, dass dieser Tag, für uns Betreuerinnen, eine sehr gelungene Veranstaltung war. Es war ersichtlich, dass es die Mädchen sehr genossen haben das gesamte Jugendzentrum für sich zu okupieren.
Daher wurde im Team beschlossen, dass es künftig wieder mehr Mädchenveranstaltungen im NWS geben soll.

*Bericht Internationaler Frauentag
FRANX und Teenieclub
…wir haben einen eigenen Flyer entworfen, auf dem wir einige allgemeine gesellschaftliche Erwartungen, die an Frauen generell gestellt werden, aufgegriffen haben (Eine Frau hat schön, klug, gläubig zu sein, sie soll keine Cellulite, keine Pickel, tollen Hintern, schönen Busen etc. haben, etc). Verbunden wurde das mit der Frage, ob das die Rolle ihres Lebens ist. Am Dienstag, 8. März gingen wir vor Öffnung des Jugendzentrums im gesamten Stadtteil
flyern…

Um 15 Uhr haben wir das Jugendzentrum geöffnet. Mit dem Teenie-Club haben wir das Programm besprochen und im JUZ die verschiedenen Stationen aufgebaut (Essen, Rollenbilder, Henna). Als erstes trudelten einige Mädels des Teenie-Club ein. Um 16 Uhr kam Aida zum Henna zeichnen. Dann kamen auch die ersten Älteren Mädels. Aida begann mit dem Henna zeichnen. Währenddessen entspann sich eine Diskussion über die Entstehung und Bedeutung des Weltfrauentags in der wir mit dem Vorurteil aufräumten, dieser Tag sei in etwa mit einem Valentinstag gleichzusetzen. Anhand der Materialien, die wir zur Verfügung gestellt bekamen (Rollenquiz), lenkten wir das Gespräch auf die allgemein vorherrschenden Rollenklischees. Insgesamt besuchten uns an diesem Weltfrauentag eine Anzahl von 14 Mädchen, wobei vier von ihnen der Zielgruppe des Teenie-Club angehörten und zehn der Zielgruppe des Jugendzentrums Franx. Alles in allem kann man diesen Weltfrauentag als sehr gelungen
betrachten. Es war eine gute, entspannte Atmosphäre mit Mädchen aus verschiedenen Gruppierungen, die ihre Alleinherrschaft über das Jugendzentrum offen kund taten und sehr genossen.

*Bericht Internationaler Frauentag

LUNA, CLOOB und StEP

  • Rollquiz und Diskussion
  • Plakat zum Thema Rollenklischees
  • Plakat zum Thema „Ich bin eine Frau, also muss ich…“
  • Plakat zum Thema „Mit uns nicht!“
  • Fotoshooting passend zu den Beispielen auf den Plakaten
  • Gemütlicher Ausklang bei gemeinsamer Jause und guter Musik

Teilnehmerinnenzahl: 17